LIVIN Farms Hive: Die Mehlwurmfarm für die Küche

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Wo kommt mein Essen eigentlich her? Massentierhaltung? Ist da Antibiotika im Fleisch? Schluss mit der Ungewissheit. Mit LIVIN Farms Hive züchtet ihr proteinhaltige Mehlwürmer ganz einfach und nachhaltig in der heimischen Küche.

Unsere momentane Nahrungsmittelproduktion ist hoch problematisch, vor allem wenn es um Proteine geht. Die meisten Tiere leben in Massentierhaltung, rund 80 Prozent aller Antibiotika werden an diese gegeben. Diese Industrie ist nicht nur zumeist für die Tiere schrecklich, sondern auch für die Konsumenten, die keine Kontrolle über ihre Nahrungsmittel haben, vom Ökosystem mal ganz zu schweigen.

Ein Team um Katharina Unger hat hier nun eine Lösung mit Wurm drin: Larvenessen. Auf Kickstarter hat die Österreicherin mit Hilfe von 830 Unterstützer über $ 145.000 gesammelt, um ihre Idee umzusetzen, mit Hilfe eines Wurmstocks Proteine in der eigenen Küche zu produzieren.

Und so funktioniert’s: Der Wurmstock (engl. Hive) ist ein siebenstöckiger Lebenskreislauf. Im obersten Stock sind die Mehlkäfer, paaren sich und legen Eier. Diese Fallen direkt ins nächste Stockwerk, wo die Würmer ihren Weg bergab beginnen. In jedem Stockwerk befindet sich ein Gitterboden, durch den man die Würmer/Larven ins nächste Stockwerk schicken kann. Unten angekommen werden Larven schließlich durch milde Vibration von neuen Käfern und dem Futter separiert, so dass man die sie ernten kann.

Die neuen Käfer werden wieder ins oberste Stockwerk gebracht und der Kreislauf beginnt von neuem. Klimasensoren sorgen für die perfekte Temperaturen im Stock und ein Ventilationssystem sorgt unter anderem dafür, dass kein Geruch nach außen dringt.

Die Vorteile dieser Proteinproduktion sind enorm: Für dieselbe Menge Mehlwurm versus Steak benötigt man nur 10% der Fläche, produziert nur ein fünftel des Abfalls, verbraucht weniger Wasser und hat nur einen Bruchteil des CO2 Ausstoßes.

Der LIVIN Wurmstock verspricht volle Kontrolle bei der Ernährung im Vergleich zu Fleischprodukten aus der Massenhaltung. Doch was steckt eigentlich in den Würmen? Die Kampagne macht große Versprechungen, der Proteingehalt ist der gleiche wie bei Rindfleisch, zudem enthalten sie mehr B12 Vitamin als Eier, B5 Vitamin für die Haut, essentielle Aminosäuren und vieles mehr.

Eine Frage wäre dann noch: wie schmecken denn die Würmer so? Angeblich ok, sehr neutral und ein wenig nussig. Dadurch sollen sie mit einer Vielzahl von Rezepten kombinierbar sein. Innerhalb einer Woche kann man zwischen 200-500 gram Mehlwürmer im eigenen Stock – mit Hilfe von ein paar Karotten und Küchenabfällen – züchten.

Die Starter zeigen sich selbstbewusst und von ihrer Idee überzeugt. Wahrscheinlich wird es jedoch ein wenig dauern, bis sich die Leute wirklich an die Idee Insekten zu essen gewöhnen.

Was meint ihr? Believe or don’t believe the ‚Hive’?

Finanziert auf Kickstarter mit über $ 145.000

Autor: Felix Tropf

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