Taschendiebstahl über Funk: Wie mit RFID Geld und Identitäten gestohlen werden

RFID Dieb mit smartphone
Dieb mit RFID-Lesegerät: © Shutterstock 2018

Für einen Geld- und Identitätsdiebstahl muss der Täter nicht einmal nach der Geldbörse greifen: Mit einem RFID-Lesegerät oder sogar einem Smartphone mit der richtigen App, können über kurze Distanzen, z.T. bis zu mehreren Metern, die Daten des Personalausweises sowie der Kreditkarten ausgelesen werden.

Guthaben, dass auf eine Geldkarte geladen wurde, kann ohne einen Schutz wie einem RFID-Blocker, kinderleicht transferiert und gestohlen werden – Beträge bis 200€ „verschwinden“ einfach so, ohne dass es das Opfer mitbekommt.

In Deutschland allein sind 117 Millionen Euro auf den Geldkarten geladen, für einen Hacker ist es ein leichtes an dieses virtuelle Geld zu kommen.

Das Problem des bargeldlosen Bezahlens

Neuere Kreditkarten sind mit einem so genannten NFC-Chip (Near Field Communication) oder RFID-Chip (Radio-Frequency Identification) ausgestattet. Das Ziel: einfach die Karte an der Kasse auflegen und schon ist der Einkauf bezahlt – das geht schnell und erscheint zunächst sehr praktisch, macht es Betrügern aber auch einfacher, die Daten zu klauen. Das liegt daran, dass die Kreditkarten auch bei Nichtgebrauch völlig unverschlüsselt funken.

Es hat also jeder die Möglichkeit, mit dem passenden Gerät diese Daten abzufangen und zu missbrauchen. Als „Tatort“ sind vorzugsweise beliebte Kaufhäuser, Bahnhöfe, U-Bahn-Stationen und andere öffentliche Einrichtungen zu nennen.

An diesem Symbol erkennt man Karten die über einen NFC/RFID-Chip verfügen
An diesem Symbol erkennt man Karten die über einen NFC / RFID-Chip verfügen

Wie wertvoll sind die gespeicherten Daten?

Kartennummer und Ablaufdatum gehören zu den Daten, welche problemlos ausgelesen werden können. Jetzt denkt man zunächst, was Betrüger mit rein diesen Daten anfangen sollen? Der Coup: in den meisten Online-Shops, bei welchen man mit Kreditkarte zahlen kann, werden nur die letzten vier Ziffern der Nummer sowie eben jenes Ablaufdatum benötigt. So lässt sich z.B. beim Versand-Rießen Amazon mit diesen Daten eine Bestellung aufgeben und an eine falsche Adresse oder Packstation verschicken.

„Schlimmer“ als der Verlust von Geld kann aber der des Identitätsdiebstahl wiegen. Mit gestohlenen Informationen vom Personalausweis, Club- und Schlüsselkarten kann der Täter sich als die geschädigte Person ausgeben und massiven Schaden im Leben des Anderen anrichten. Betroffen sind vor Allem Kredit- und Krankenkarten – wichtige Informationen, welche in den richtigen Händen extrem wertvoll sind.

Bargeld in ledergeldbörse
Wieder zurück zum sicheren Bargeld?

Wie man sich gegen digitalen Diebstahl schützen kann

Nun ist es nicht gang und gäbe, dass jemand in der Straßenbahn mit einem RFID-Lesegerät umhergeht und versucht, Informationen zu fischen. Unvorstellbar ist das mittlerweile aber nicht mehr und die Eintrittshürden dafür sind sehr gering: Geeignete Lesegeräte und Signalverstärker gibt es auf Amazon schon für 50€ und das Know-How zum Skimming gibt es detailliert im Netz nach zu lesen.

Hier die besten Maßnahmen zum Schutz:

  • Karten in Alu- oder Kupferfolie einwickeln (die günstigste Lösung)
  • Eine RFID-Blocker Karte verwenden (erhältlich für 19,99€)
  • Zu einem modernen Slim Wallet mit RFID Schutz wechseln (Ab 49,90€)

Das absichern der Informationen und dem Geld auf den Karten gegen RFID-Diebstahl, gelingt schon mit einfachen Mitteln: Eine Alu- oder Kupferfolie blockiert den RFID-Funk der meisten Lesegeräte und verhindert so einen digitalen Diebstahl. Wer keine Lust hat die Karten nach dem bezahlen wieder in Folie ein zu wickeln, für den könnte eine RFID-Blocker Karte interessant sein. Den ultimativen Schutz bieten moderne Slim Wallets, diese haben meist eine mehrere Millimeter dicke Schicht aus Aluminium und blockieren auch extrem leistungsfähige RFID-Lesegeräte und haben keine Einschränkung in der Handhabung der Karten.

 

Aviator Slim Wallet mit RFID-Schutz
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So leicht ist der digitale Diebstahl tatsächlich – Video

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